Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein gemeinsames Ziel von Ihnen, Ihrem Arbeitgeber, weiteren betrieblichen Akteuren und natürlich den Beschäftigten. Doch Sicherheit bedeutet mehr als die bloße Einhaltung technischer Vorschriften. Entscheidend sind auch das Verhalten und die gelebte Kultur im Unternehmen. Genau hier setzt der verhaltensbasierte Arbeitsschutz nach dem Modell der Safety Culture Ladder (SCL) an. Erfahren Sie nachfolgend, wie Sie die SCL einsetzen und welchen Beitrag Sie in Ihrer Rolle als Sicherheitsfachkraft oder Gefahrstoffbeauftragter leisten können.
Die Safety Culture Ladder (auf Deutsch: Sicherheitskulturleiter) ist ein Instrument zur Bewertung und systematischen Weiterentwicklung der Sicherheitskultur im Betrieb. Sie basiert auf der Annahme, dass das tägliche Verhalten der Beschäftigten einen maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitssicherheit hat.
Je höher ein Unternehmen auf dieser „Sicherheitskulturleiter“ steht, desto ausgeprägter ist das Sicherheitsbewusstsein im Arbeitsalltag. Sicherheitsmaßnahmen werden dann nicht als Zwang empfunden, sondern sind fester Bestandteil der betrieblichen Kultur.
Sicherheit in 5 Etappen: Wie aus Regeln gelebte Verantwortung wird
- Pflichtbewusstsein: Sicherheitsregeln werden eingehalten, weil sie vorgegeben sind.
- Schutz durch Ansagen: Sicherheitsvorgaben werden beachtet, wenn Führungskräfte sie kontrollieren.
- Eigenverantwortung: Beschäftigte übernehmen aktiv Verantwortung für ihre eigene Sicherheit.
- Aktive Beteiligung: Sicherheit wird als gemeinsame Teamaufgabe verstanden.
- Vorbildfunktion: Sicherheitsbewusstsein ist selbstverständlich; Führungskräfte und Kollegen gehen mit gutem Beispiel voran.